
- WarmUp 2009
Gestern war die grosse Frage, ob ich nach Seewen ans WarmUp der Urmi-Schlegel Seewen oder ins Mistery ans Dirty House Beats gehe. Ich selber liebe Beats, das ist keine Frage. Doch die Fasnacht hatte für mich eindeutig bessere Argumente, so das ich mich entschied nach Seewen zu gehen.
Kurz vor Mitternacht betrat ich das Festgelände. Die letzten zwei Guggenmusikgruppen spielten bevor auch in Seewen die Beats angeschlagen wurden. In der Zwischenzeit sah ich viele bekannte Gesichter. Bevor ich überhaupt die Kamera ins Areal nahm, wurde ich gefragt ob ich ein Foto mache. Als ich dann fragte womit, schauten sie mich verwirrt an.
Innerhalb etwa 70 Minuten entstanden so 90 Fotos. Zwei, etwa 23-jährige Typen, fragten ob ich ein Foto von ihnen mache. Selbstverständlich schoss ich dieses Foto, zeigte es ihnen anschliessend und drückte ein Kärtchen in die Hand. Danach meinte er ich solle die Hand öffnen. Leicht verunsichert tat ich dies. Er legt ein Fünflieber in die Hand.
Im Verlaufe des Abend kam eine Frau auf mich zu und meinte ob auch ich für ein Foto hinhalte. Eigentlich bin ich nicht sonderlich Fan hinzuhalten wenn ich selber fotografiere. Bei ihrem Bätteln und süssen Lächeln konnte ich allerdings auch nicht nein sagen.
Zuerst dachte sie und ich, dass ich die Kamera in einer Hand vor uns halte und dann abdrücke. Kurze Zeit später stand allerdings neben ihr noch drei weitere Kolleginen und eine weiter meinte ich solle ihr den Apperat geben. Wie üblich streckte sie die Kamera uns entgegen, schaute ins Display und wunderte sich wieso sie uns nicht sehe. Ich erklärte ihr, sie müsse durchs Okular schauen. Kurze Zeit später blitzte es und sie streckte uns das Foto entgegen. Ich war erstaunt, so schlimm wie ich es erwartet hätte war es garnicht.
Irgendwann legte ich den Fotoapperat ebenfalls auf die Seite und sprüchtelte und quatschte mit einigen Freunden. Selbstverständlich gab es etwas zu trineken. Nach dem zweiten Bier entschied ich mich für den Shuttelbus. Inzwischen lauft Partyschlager und House. Bei Lieder wie “I’ve gotta feeling”, “Das geht ab”, “Sexy Bitch” und zu meinem Erstaunen bei “Jungle Drum” wurde kräftig mitgesungen, getanzt oder, je späte es wurde, gelallt.
Da zur Fasnacht das Saufen dazugehört, gibt es bei nahezu jedem Fest ein Shuttelbus welcher in der Region die Leute nachhause fährt. So auch am WarmUp. Um 03:30 Uhr nahm ich den Bus Richtung Brunnen. Meiner Schätzung nach mussten rund 100 Leute vor dem Bus warten, da er so voll war. Selbstverständlich fehlten Gröller wie: “Ein Hoch auf unser Busfahrer” oder “Zweimal um den Kreisel” nicht aus.
Zuhause ging ich noch Gipfeli holen, wo ich auch meine Kollegen wieder sah, welch ans Dirty Housebeats gingen.


