Olympia: Bobfahrer werden gezwungen

Bobbahn Olympia Vancouver 2010

Bobbahn Olympia Vancouver 2010

Bereits einige Stunden vor der Eröffnungsfeier der Olympiade 2010 stürzte der georgischer Rodler Nodar Kumaritaschwili in dieser Bahn. Nun boykottiert der Schweizer Bobfahrer Daniel Schmid die Höllen-Bahn.

Am 18. Februar verbot der Weltverband FIBT, nach acht Stürzen im Training, den Sportlern irgendwelche Äusserungen zur Höllenbahn. Bereits dieses Verbot zeigt, dass der Weltverband FIBT selber weiss wie gefährlich diese Bahn ist. Statt die Spiele in dieser Bobbahn abzusagen verbietet sie den Athleten das Sprechen über diese Bahn.

Nachdem letzten Mittwoch knapp die Hälfte heil im Ziel mit dem Zweierbob ankamen, wurde das Training abgesagt. Die offizielle Begründung lautete: “Zu grosse Sonneneinstrahlung”. Allerdings schien der Weltverband FIBT mehr um Schadensbegrenzung gesorgt zu haben statt das Eis zu schützen.

In Kurve 13 verloren sie die Kontrolle: Die Schweizer Bobfahrer Daniel Schmid und Jürg Egger sind beim Training im olympischen Eiskanal von Whistler schwer gestürzt. Egger musste mit einem Beatmungsgerät behandelt werden und kam ins Krankenhaus. Dort stellten die Ärtzte eine Gehirnerschütterung fest. Daraufhin sagte Schmid seinen Start ab.

Die Bahn ist für Schmid zu schnell, zu gefährlich und zu unberechenbar: “Ich werde hier mit Sicherheit nicht mehr fahren”, erklärte der Schweizer, nachdem er am Freitag im fünften von sechs Trainingsläufen in Kurve 13 schwer gestürzt war. “Die Gesundheit ist mir wichtiger, als lebensmüde die Bahn runterzudonnern. Fertig lustig! Das ist ja Wahnsinn, dass mein Anschieber halbtot da unten liegt. Wo soll das noch hinführen? Offenbar sind nur noch Action und Spektakel gefragt.”, sagte Schmid.

Ich finde den Entscheid von Daniel Schmid das einzig richtige. Die Organisatoren der Olympiade wissen genau, dass sie eine Todesbahn kreieren könnten und die Athleten würden trotzdem herunterdonnern. Schliesslich finden solche olympische Spiele nur alle vier Jahre statt und ist das Höchste was ein Sportler erreichen kann.

Aufgrund lizenztechnischen Gründen dürfen keine Videos der Olympiade eingebunden werden. Wer jedoch das ganze in Video sehen möchte, der klicke auf diesen Link.

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