Noro-Virus im Altersheim Schwyz

Dieser Saal müssen die Bewohner in den nächsten Tagen meiden. (Bild: Gemeinde Schwyz)

Dieser Saal müssen die Bewohner in den nächsten Tagen meiden. (Bild: Gemeinde Schwyz)

Im Altersheim der Gemeinde Schwyz in Ibach ist das Noro-Virus ausgebrochen. Rund ein Viertel der gut 80 Bewohner und des Personals sind erkrankt.

In den vergangenen Tagen sind immer mehr Bewohner und Mitarbeiter des Altersheimes der Gemeinde Schwyz an Magen-Darmgrippe erkrankt. Unverzüglich waren die präventiven Hygiene- und Verhaltensvorschriften verschärft worden. Zwischenzeitlich ist der Verdacht bestätigt, dass das Noroviurs ausgebrochen ist. Dieses hat auf alle drei Gebäude des Alters- und Pflegeheimes der Gemeinde Schwyz in Ibach übergegriffen. Deswegen wurden die Präventionsmassnahmen verschärft. Für Besucher gelten insofern einschränkende Regeln, als sie um Zurückhaltung bei der Anzahl von Besuchen gebeten und ihnen lediglich Einzelbesuche empfohlen werden. Zudem haben sie gemäss den Informationen beim Eingang präventive Hygienevorschriften einzuhalten.

Die Cafeteria und der Speisesaal sind geschlossen; die Verpflegung wird den Bewohnern ins Zimmer gebracht. Auch sind vorgesehene Veranstaltungen der nächsten Tage abgesagt, so unter Anderem die für den Montagabend vorgesehene Information von Bewohnern und Angehörigen über die neue Pflegefinanzierung und ihre Auswirkung.

Die medizinische Versorgung der erkrankten und gesunden Heimbewohner ist dank einer engen Zusammenarbeit mit dem Heimarzt sowie dem kantonsärztlichen Dienst des Kantons Schwyz sicher gestellt. Eine besondere Herausforderung für den Heimbetrieb stellt es dar, die Pflege und Betreuung der Bewohner weiterhin im gewohnten Standard sicherzustellen. Zwischenzeitlich nämlich ist rund ein Viertel des Personals krankheitsbedingt ausgefallen. Der Gemeindeführungsstab Schwyz und die Heimleitung haben Massnahmen in die Wege geleitet, um bei Bedarf und je nach weiterer Entwicklung ab Wochenbeginn externe Verstärkung für Betreuungs- und Pflegedienste zu rekrutieren. Die Situation wird regelmässig analysiert und gestützt darauf werden die nötigen Massnahmen ausgelöst.

Was ist der Noro-Virus?

Noro-Viren sind für die Mehrzahl der nicht bakteriell bedingten Durchfälle verantwortlich. Da sie sehr infektiös sind (10-100 Viren genügen für eine Ansteckung), kommt es überall dort immer wieder zu gehäuftem Krankheitsauftreten, wo Menschen auf engem Raum zusammenleben, insbesondere in Familien, Heimen, Spitälern, Kasernen und Kindergärten. Die Ansteckung erfolgt über den Mund durch verunreinigte Hände, durch in der Luft schwebende feine Tröpfchen nach Er-brechen, durch Kontakt mit durch Noro-Viren verunreinigten Gegenständen oder durch Essen und Trinken von verunreinigten Lebensmitteln. Noro-Viren sind sehr resistent gegen Umwelteinflüsse (z.B. Temperaturschwankungen) und können über 12 Tage lang auf verunreinigten Flächen ansteckend bleiben. Eine Impfung oder Medikamente zur Vorbeugung gibt es nicht. Wichtig ist eine gute Händehygiene, nämlich gründliches Waschen mit Seife, insbesondere nach jedem Toilettengang. Ausserdem müssen Gegenstände und Oberflächen, die mit Stuhl oder Erbrochenem in Kontakt gekommen sind, gereinigt und anschliessend desinfiziert werden. Erkrankte Personen sollten keine Mahlzeiten zubereiten. (Quelle: Bundesamt für Gesundheit)

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