Luftraum Schweiz gesperrt

Vulkan Eyjafjallajökull ist aktiv

Vulkan Eyjafjallajökull ist aktiv

Momentan füllt der Vulkan Eyjafjallajökull weltweit die Schlagzeilen. Denn er ist momentan sehr aktiv, so aktiv, dass er den Flugverkehr in der 2650km entfernter Schweiz zum Lahmlegen bringt. Denn ab dem morgigen Samstag wird kein einziges Flugzeug in der Luft über der Schweiz sein.

In Europa fliegen momentan nur 40% aller Flüge. Die restlichen 60% sind gestrichen wegen dem Vulkanausbruch auf Island. Die drei grössten Europäischen Flughafen London-Heathrow, Charles de Gaulle in Paris und der Frankfurter Flughafen sind bis auf weiteres geschlossen. Ebenfalls komplett gesperrt sind die Flughäfen in: Grossbritannien, Frankreich, Polen und die Tschechische Republik, Österreich, Schottland und Norwegen.

Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 hat kein Ereignis sich so gravierend auf den Luftverkehr ausgewirkt wie die gewaltige Aschewolke aus dem Vulkan Eyjafjallajökull. Allerdings herrscht momentan auf den Flughäfen ein viel grösseres Chaos als damals im 2001.

auch auf den Bilder der NASA klar erkendbar

auch auf den Bilder der NASA klar erkendbar

Beginn der Sperre

Heute Abend um 22:35 Uhr wird die letzte Maschine auf dem Flughafen Zürich aufsetzen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Sperre des Luftraumes über der Schweiz. Der 8. Staat welcher den Flugverkehr einstellt aufgrund des Vulkanausbruches.

Situation Flughafen morgen

Morgen wird sich ein eigenartiges Bild am Flughafen zeigen. Das sonst so belebte Rollfeld, die wartenden Flugzeuge, die einladenden Koffers, die eilenden Passanten ect. werden morgen alle still sein und sich kaum bewegen. Einzig ein Such- oder Rettungshelikopter könnte starten.

Wird die Sicht so schlecht?

Nein, die Sicht ist nicht das Problem. Es ist viel mehr die Art der Asche ein Problem. Die Vulkanasche besteht aus zerriebenem Gestein, kleinen Lavastückchen und Kristallen. Da Vulkanasche hoch aufsteigt, stellt sie eine grosse Gefahr für den Luftverkehr dar. Durchfliegt ein Flugzeug die Aschewolke, so können die Partikel zu Beschädigungen der Flugzeuglackierungen und der Fenster führen. Am meisten gefährdet sind die Triebwerke: Die Vulkanasche wird darin sehr stark erhitzt und kann die Turbinen beschädigen. Aschepartikel können auch die Geschwindigkeitssensoren des Flugzeuges verkleben und den Funkverkehr beeinträchtigen.

auch der Flughafen Genf hatte grösstenteils Annullierungen

auch der Flughafen Genf hatte grösstenteils Annullierungen

Aufgebot des Zivilschutzes

Durch die Sperre werden tausende Passagiere die Schweiz nicht verlassen können. Da bereits alle Hotels an den Flughäfen ausgebucht sind, hat der Flughafen Zürich die Zivilschutz-Organisation für einen allfälligen Einsatz vorgewarnt, sagt Sprecherin Sonja Zöchling zu 20 Minuten Online. Sollten heute Abend noch viele Passagiere in Zürich stecken bleiben, würde der Zivilschutz ausrücken und Wolldecken und Verpflegung bereit stellen. Feldbetten, wie sie auf dem Flughafen Frankfurt für die Nacht aufgestellt werden, sind in Zürich nicht vorgesehen. Falls nötig, müssten gestrandete Passagiere in der Zivilschutzanlage Kloten übernachten.

Dauer der Sperre

Die Sperre dauert vorerst sicherlich bis 9 Uhr des morgigen Samstags. Somit sind Flüge welche vor 9 Uhr in der Schweiz starten, landen oder überqueren sicherlich gestrichen oder werden je nach Möglichkeit ins Ausland verschoben. Wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bereits bei der heutigen Medienmitteilung informierte, wird die Sperre mit allergrösster Wahrscheinlichkeit deutlich verlängert.

Empfelung für Reisende

Passagieren wird geraten, nicht an den Flughafen Zürich zu kommen und sich mit ihrer jeweiligen Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen.

kalter Sommer vor uns

In der Vergangenheit gab es bereits vergleichbare Vulkanausbrüche welche den Sommer um bis zu einige Grade kälter werden liesen. Im 17. Jahrhundert schneite es in der Schweiz sogar mindestens jeden Monat mal unter 800 Meter und das den ganzen “Sommer” durch. Dauert der Vulkanausbruch also weiter an, so wird dieses Szenario immer wahrscheinlicher.

traumhafte Sonnenauf- und -untergänge

Die Asche in der Luft wird, ähnlich wie der Sahara-Staub aus Afrika, die Luft schön rötlich färben. Und das wohl wochenlang, wie Marcel Haefliger vom Flugwetterdienst des Flughafens Zürich sagte. Denn: “Was jetzt an Asche oben ist, bleibt auch oben – und geht um die ganze Welt.”

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  • dultra

    es ist der anfang des end?