
Peter Fischer, Bundesvertreter, Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel, Finanzdirektorin Schaffhausen, Renate Amstutz, Direktorin Schweiz. Städteverband, Regierungspräsident Marcel Schwerzmann, Finanzdirektor Kanton Luzern, Präsident SIK (v. l.) an der Tagung der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK.
Öffentliche Verwaltungen wie es der Bund, die Kantone und Gemeinden sind, sollen vermehrt elektronisch informieren, konkret heisst dies Facebook und Twitter. Dies fordert die Schweizerischen Informatikkonferenz (SIK) laut Medienmitteilung, welche mir vor einer Woche zugesendet wurde.
Doch was heisst das nun? Kann ich auf Facebook Fan von der Steuerverwaltung werden und wird die Gemeindeversammlung live auf Twitter mitgeschrieben?
Die Definitionen von Social Media in der Verwaltung werden von der SIK nicht gegeben. Es heisst nur, man wolle die Nähe zu den “Kunden” gewinnen und so die Kosten zu reduzieren.
Keine Zweifel, im privaten Bereich ist Twitter und Facebook bestens integriert und akzeptiert. In der Wirtschaft sieht es inzwischen auch besser aus, als noch vor einem Jahr. Doch bei öffentlichen Verwaltungen hapert es noch ziemlich. Dies hat ebenfalls die SIK erkannt und meint, dass es in diesem Bereich noch erheblich Nachholbedarf gibt.
typisches Fallbeispiel
Fallen zum Beispiel Regierungsratswahlen im Kanton an, so könnte man kurz nach Bekanntgabe der neuen Regierung ebenfalls dies auf Twitter veröffentlichen. Ich persönlich bevorzuge es stark eine kurze (max. 140 Zeichen), knackige News auf Twitter um 12:56 Uhr zu lesen, statt um 13:48 Uhr einen langen Text in irgend einem Newsportal.
interne soziale Netzwerke
Ich kenne einige Firmen, welche intern sogar eigene soziale Netzwerke einrichteten. Die Mitarbeiter bei solchen Unternehmen schätzen dies sehr, da sie so viele Informationen bekommen und so wissen was rund um ihre Abteilung sonst noch läuft. Soziale Netzwerk heisst nicht: “Sascha Krähenbühl isst eine Banane und geht um 16:30 Uhr ein Feierabend-Bier trinken.” Viel mehr können es Informationen wie: “Sascha Krähenbühl hat mit Patrick Rohrer, Felix Meier und Pascal Ehrler in den letzten drei Monaten 1365 Computer und 1583 Mitarbeiter mit Windows 7 ausgerüstet. Besten Dank für eure Geduld. ” sein. Je nach dem antworten vielleicht gewisse Ämter oder Einzelpersonen mit einem Dankeschön oder haben evt. noch ein kleines Anliegen.
meine Denkensweise
Statt Facebook und Twitter zu sperren, sollte man seine Mitarbeiter schulen und den richtigen Umgang mit diesem Medium beibringen. Vor 15 Jahren mussten dies die Firmen und Verwaltungen auch, als das E-Mail aufkam! Wichtig ist, dass klare Regeln aufgestellt werden, so wie dies der Staat Victoria in Australien tat.
Sozial Media heisst: Wichtige Informationen kurz, prägnant und schnell bekannt zu geben und auf Reaktionen zügig zu reagieren.


